Deutsche Arzneimittelpreise kommen Patienten und Krankenkassen oft teuer zu stehen.

Dagegen wirken Importarzneimittel – das sind Originalpräparate, die aus anderen EU-Ländern nach Deutschland importiert werden. Der einzige Unterschied: Sie sind preisgünstiger als das identische deutsche Präparat. Ein Prinzip, das seit 35 Jahren Milliarden Euro eingespart hat.

Das sieht auch der Gesetzgeber so: Die generelle Verpflichtung für Apotheken zur Abgabe von preisgünstigeren Importarzneimitteln senkt die Arzneimittelausgaben. Und stärkt außerdem den Wettbewerb, vor allem bei patentgeschützten Arzneimitteln. Gesunde Preise inklusive.

Das Importprinzip.

Die EU macht’s möglich: Der freie Warenverkehr innerhalb der Mitgliedsstaaten und die Erschöpfung von Patent- und Markenrechten bilden die gesetzliche Grundlage für den Import von Arzneimitteln. Das Prinzip ist so einfach wie effektiv: Deutsche Arzneimittelimporteure beziehen Originalpräparate innerhalb der EU und nützen das Preisgefälle, um sie in Deutschland preisgünstiger anzubieten.

Paragraph 129 SGB V.
Gern gesehen von allen Krankenkassen.

Hinter dem Kürzel § 129 SGB V verbirgt sich die generelle gesetzliche Verpflichtung für Apotheken, Importarzneimittel dann abzugeben, wenn sie um 15 Prozent oder 15 Euro preisgünstiger sind als das deutsche Pendant. Derzeit liegt die Importquote bei 5 Prozent der Apothekenumsätze. Ergebnis: § 129 SGB V garantiert damit hohe Einsparungen und senkt ohne jeden Qualitätsverlust die Kosten für Arzneimittel zugunsten der Krankenkassen. Und entlastet so auch die Krankenkassenbeiträge für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.

Original bleibt Original. Außer beim Preis.

Importarzneimittel sind therapeutisch völlig identisch zu den jeweiligen teureren deutschen Pendants. Das wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte strikt geprüft und von den Aufsichtsbehörden streng kontrolliert. Und: Von Anfang an, also seit 35 Jahren, gab es dabei keinen einzigen Fälschungsfall.

Alle vorgeschriebenen Kennzeichnungen wie auch die Beipackzettel sind natürlich in deutscher Sprache. Lediglich die Optik der Packungen kann sich unterscheiden.